Am Samstag, den 24. Mai, fand in der Mehrzweckhalle Tegernheim das schnellste Turnier der Saison statt: Die Oberpfälzer Jugend-Einzelmeisterschaft im Blitzschach. Im Modus „3 Minuten plus zwei Sekunden pro Zug“ wurden in den Altersklassen U10 bis U20 nicht nur die Titel auf Bezirksebene ausgespielt, sondern auch die Qualifikanten für die bayerischen Blitzmeisterschaften ermittelt.
Bei insgesamt 32 Teilnehmern wurde das Feld in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Altersklassen U10 bis U14 spielten elf Runden nach Schweizer System. Hier übernahmen nach fünf Runden Kamil Swientek und Quirin Fischer von den Schachfreunden Tegernheim zusammen mit Johannes Dombert vom SK Kelheim die Führung. Alle drei hatten ihre Partien untereinander remisiert und standen bei vier Punkten. Während Kamil und Quirin in den nächsten vier Runden volle Punkte einfahren konnten, musste sich Johannes mit einer Niederlage und einem Remis begnügen. Zwar holte er in den letzten Runden nochmal vier weitere Punkte, Kamil und Quirin, die jeweils nur noch einen halben Punkt abgaben, waren damit aber nicht mehr einzuholen. Dank der besseren Buchholz sicherte sich kamil mit 9,5 Punkten den ersten Platz und Quirin belegte Platz zwei. Dritter in der U14 wurde Linus Kirschner vom SK Schwandorf mit 7,5 Punkten. Johannes erreichte mit 8,5 Punkten Platz eins der U12, gefolgt von Lukas Riera Galmes vom SK Kelheim und Paolo Meister von den Schachfreunden Tegernheim mit jeweils sechs Punkten. Die U10 führte Anton Najjar vom SK Kelheim an, vor Luis Winkler von den Schachfreunden Tegernheim und Paul Brandl vom SK Kelheim.
Die Altersklassen U16 bis U20 spielten bei zwölf Teilnehmern ein elfründiges Rundenturnier. Hier setzte sich mit fünf Siegen Peter Hahn vom SK Kelheim vom restlichen Teilnehmerfeld ab. Die nächste Verfolgerin war Julia Schwarzfischer von den Schachfreunden Roding mit vier Punkten. In der sechsten Runde kam es zum direkten Duell, das Julia für sich entscheiden konnte. In den verbleibenden Runden mussten jedoch sowohl Julia als auch Peter zwei Niederlagen hinnehmen. Davon profitierte Theodor Bürger vom SC Bavaria Regensburg, der nach einem suboptimalen Start mit einer Niederlage und einem Remis eine bemerkenswerte Siegesserie von acht Partien hinlegte. Mit insgesamt 9,5 Punkten sicherte er sich den Turniersieg und Platz eins in der U16. Peter wurde mit acht Punkten Zweiter und damit Sieger der U20. Julia belegte mit 7,5 Punkten Rang drei im Gesamtturnier und Platz zwei in der U16. Dritter der U16 wurde Lorenz Fischer von den Schachfreunden Tegernheim, der ebenfalls auf 7,5 Punkte kam, aber die schlechtere Zweitwertung hatte. Platz zwei der U20 ging an Valentina Neumeier vom SK Kelheim vor Christian Kraus vom SC Windischeschenbach. Die U18, die in diesem Teilnehmerfeld zu kämpfen hatte, wurde von Rafael Scherl vom SK Schwandorf mit 6,5 Punkten gewonnen. Zweiter wurde sein Vereinskollegen Paul Schickram, Dritte Anja Eichinger von den Schachfreunden Tegernheim.
Vom 21.4. – 25.4. fand auf Burg Wernfels in der Nähe von Spalt Nürnberg die diesjährige Bayerische Mädchen Einzelmeisterschaft (BMEM) statt. Durch die gewohnten Qualifikationsplätze und einige Vorqualifizierte Spielerinnen waren in diesem Jahr ganze 11 Spielerinnen vor Ort, um die bayerische Elite zu fordern und die Krone des bayerischen Meistertitels aufzusetzen – was auch eindrucksvollgezeigt wurde.
U10w: In der U10w waren mit Miriam Gubler (TSV Kareth Lappersdorf), Anna Sippenauer und Eva Carina Mantali (Beide SF Tegernheim). Miriam, auf Position 8 gesetzt, spielte von Anfang an ein sehr gutes Turnier, holte gegen die höher gesetzten Spielerinnen immer wieder Punkte und musste sich dabei nur der späteren bayerischen Meisterin Sara Vignesh geschlagen geben. Mit insgesamt 5 Punkten erreichte sie damit einen sehr starken 3.Platz und qualifizierte sich damit für die deutsche Meisterschaft in Willingen. Eva Carina und Anna, für die das primäre Ziel war Spielpraxis auf diesem hohem Niveau zu sammeln, konnten ebenfalls auf ganzer Linie überzeugen und holten 3 bzw. 2,5 Punkte und belegten dabei die Plätze 11 und 15.
Miriam GublerEva Carina MantaliAnna Sippenauer
U12w: In der U12w war in diesem Jahr einzig Sarah Gubler (TSV Kareth Lappersdorf) qualifiziert und trat an, um die oberpfälzer Fahne hochzuhalten. So wie ihre Schwester Miriam in der U10w, spielte Sarah von vorne weg vorne mit, schlug dabei unter Anderem die an Position 2 gesetzte Smirthi Suryaprakash in einem der schwersten Endspiele (Mattsetzen mit Springer und Läufer) und musste sich ebenfalls nur der späteren bayerischen Meisterin Zuzanna Sobczak geschlagen geben. Anders als bei ihrer Schwester reichten diese 5 Punkte für einen sensationellen 2. Platz und ebenfalls der Qualifikation für die deutsche Meisterschaft.
Sarah Gubler
U14w: In der U14w waren wir mit Antonia Luible (SF Tegernheim) und Ramona Schwarzfischer (SF Roding) doppelt vertreten und unterschiedlicher hätte das Turnier für beide nicht laufen können. Antonia sorgte von Anfang an für Furore, konnte sich gleich oben festbeißen und das Turnier am Ende sogar ohne eine einzige Niederlage beenden. Der verdiente Lohn dafür waren 5,5 Punkte und der Vizemeistertitel und die damit verbundene Qualifikation zur DEM. Ramona konnte ihren Auftakt ebenfalls erfolgreich gestalten, musste aufgrund der schweren Auslosungen und umkämpften Partien aber das Feld nach Runde 3 von hinten aufrollen. Am Ende konnte sie sich aber ebenfalls gute 3,5 Punkte erspielen und erreichte damit den 8ten Platz.
Antonia LuibleRamona Schwarzfischer
U16w: In der U16w konnte man schon fast von einer oberpfälzer Dominanz sprechen, da 3 der 4 Topgesetzten Spielerinnen aus der SJO waren. Folglich konnte man mit vorderen Platzierungen rechnen. Valentina Neumeier (SK Kelheim), Julia Schwarzfischer (SF Roding) und Ksenia Boronina (SV Neustadt/Altenstadt) waren dabei unsere heißen Eisen im Feuer. So wie es der Zufall wollten konnten sich die drei im Turnier jeweils im Kreis schlagen und so waren die Ergebnisse gegen die weiteren Spielerinnen vor Allem der an Nummer 3 gesetzten Charlotte Prokscha entscheidend über die Vergabe der Podiums – und Qualifikationsplätze. Am Wenigsten Punkte gab dabei Ksenia ab, welchen neben der Niederlage gegen Julia einzig ein weiteres Remis abgab und sich somit etwas überraschend mit 5,5 Punkten zur bayerischen Meisterin küren konnte. Besonders bitter lief das Turnier am Ende für Valentina. Durch eine Niederlage gegen Ksenia, einem remis gegen Charlotte und einem bitteren remis in der letzten Runde verpasste sie ganz knapp den zweiten Platz und damit die Qualifikation zur DEM. Direkt dahinter und punktgleich mit 4,5 Punkten folgte Julia auf Platz 4.
U18w: In der Königsklasse der BMEM, der U18w, traten insgesamt dieses Jahr leider nur 7 Spielerinnen an, darunter mit Violetta Loos (SG Post Süd Regensburg) und Anja Eichinger (SF Tegernheim) unsere zwei besten Spielerinnen. In dem sehr ausgeglichenen Teilnehmerfeld (mit Ausnahme der Topfavoritin Lin Englert), waren die Möglichkeiten fürs Podium und sogar die Qualifikation zur DEM sehr groß. Beide Mädchen verloren jeweils das Spiel gegen Lin und gaben zusätzlich ein remis bis zur 5ten Runde ab. Folglich ging es im direkten Duell in der 6ten Runde um den Vizetitel und die DEM-Qualifikation. Da sich dort beide remis trennten und Anja in der letzte „unwichtigsten“ Runde noch ein remis abgab, wurde Violeta am Ende Zweiter und Anja komplettierte das Podium auf Platz 3
Violeta LoosAnja Eichinger
Am Ende konnte die SJO von einer überaus erfolgreichen BMEM mit insgesamt 7 Podestplätzen und 5 Qualifikationen für die DEM Anfang Juni sprechen.
Am 29.03 fand in Lappersdorf der dritte OSJ-Cup statt. Das Turnier wurde aber von einem anderen Ereignis überschattet. Erst einige Tage zuvor erfuhren wir vom plötzlichen Ableben von Elias Weber. Elias, der bereits in jungen Jahren begann, Schach zu spielen, war ein geschätzter Teilnehmer von vielen Jugend- und Erwachsenenturnieren und auch in seinem Heimatverein TSV Nittenau unter anderem als zweiter Jugendleiter aktiv. Nach einer Gedenkminute starteten wir in daher in Elias Andenken in den OSJ-Cup, ein Turnier, an dem er selbst nur allzu gern teilnahm.
In der U18 blieben Rafael Scherl vom SK Schwandorf und Alexandru Paraschiv von den Schachfreunden Tegernheim nach vier Runden als Einzige ungeschlagen. Mit 3,5 Punkten waren die beiden Tabellenführer vor Anja Eichinger von den Schachfreunden Tegernheim und Misha Antonovych vom TSV Nittenau. Rafael und Alexandru trafen in der fünften Runde aufeinander, hier setzte sich Rafael durch und übernahm die alleinige Führung, während Anja und Misha gegeneinander remisierten. Rafael und Alexandru blieben in den letzten beiden Runden ungeschlagen, sodass Rafael mit sechs Punkten den ersten Platz belegte und Alexandru mit 5,5 Punkten Zweiter wurde. Platz drei wurde durch die Buchholzwertung entscheiden. Hier lag am Ende Niklas Aigner vom TSV Dietfurt vorne und sicherte sich damit den Sieg in der U16, mit einem halben Buchholzpunkt weniger belegte Samuel Ammann vom SC Bavaria Regensburg Platz zwei. Dritter der U18 wurde Lukas Gubler vom TSV Kareth-Lappersdorf, Platz drei der U16 ging an Misha Antonovych. Die Mädchenwertung gewann Anja Eichinger, die mit vier Punkten Sechste wurde.
Die Altersklassen U16 und U18 mit Betreuerin Katharina
In der U14 erzielten Ramona Schwarzfischer von den Schachfreunden Roding und Arthur Sitnik vom SK Kelheim in den ersten drei Runden jeweils drei Siege. In der vierten Runde trennten sich die beiden mit einem Remis, blieben mit jeweils 3,5 Punkten aber an der Tabellenspitze. Arthur konnte auch in der fünften und sechsten Runde voll punkten, während Ramona zweimal Remis spielte. Dadurch schaffte es Theodor Nickel vom SK Kelheim mit einem Sieg in Runde sechs zu Ramona aufzuholen. In der letzten Runde trennten sich Arthur und Theodor mit einem Unentschieden, wodurch Arthur mit sechs Punkten ungeschlagen den ersten Platz belegte. Ramona entschied ihre letzte Partie für sich und erreichte damit als besten Mädchen den zweiten Platz mit 5,5 Punkten, Theodor wurde mit fünf Punkten Dritter. Sarah Gubler vom TSV Kareth-Lappersdorf erreichte mit einem Sieg in der letzten Runde 4,5 Punkte, wodurch sie mit der besseren Buchholz Platz vier und den dritten Platz in der U14 erreichte. Ihre Schwester Elisabeth Gubler erzielte mit 3,5 Punkten den zweiten Platz in der Mädchenwertung vor Bianca Caragea von den Schachfreunden Tegernheim.
Die Altersklasse U14 mit Betreuer Robin
In der U12 blieben mit Konstantin Frikel, Alexander Nickel und Lukas Riera Galmês gleich drei Spieler vom SK Kelheim nach drei Runden ohne Punktverlust. Das änderte sich in der vierten Runde, als sich Alexander gegen Konstantin durchsetzen konnte und auch Lukas seine vierte Partie verlor. Mit einem weiteren Sieg und einem Remis blieb Alexander in Führung, bevor sich in der letzten Runde die Tabelle noch einmal deutlich änderte. Lukas musste sich mit einer weiteren Niederlage zufriedengeben und schied damit aus dem Rennen um die Podiumsplätze aus. Auch Alexander unterlag gegen Leopold Weißgerber vom TSV Bad Abbach, sodass beide auf jeweils 5,5 Zähler kamen. Konstantin entschied seine Partie aber für sich und sicherte sich damit mit sechs Punkten den ersten Platz. Zweiter wurde Alexander mit der deutlich besseren Buchholzwertung vor Leopold auf Platz drei.
Die Altersklasse U12 mit Betreuer Tobias
In der U10 übernahmen Mark Mätz von den Schachfreunden Tegernheim und William Chakam vom SK Kelheim mit vier Siegen die Führung. Die beiden trafen in der fünften Runde aufeinander, wo sich Mark im direkten Duell durchsetzen konnte. Durch Williams Niederlage fanden Eva Carina Mantali von den Schachfreunden Tegernheim und Maksym Strielnikov die Möglichkeit, zumindest zu William aufzuschließen. In der sechsten Runde punkteten sowohl Mark als auch William, während Eva Carina und Maksym beide eine Niederlage einstecken mussten. Mit einem Remis in Runde sieben sicherte sich Mark daraufhin den Sieg mit souveränen 6,5 Punkten, auch William konnte mit einem Sieg den zweiten Platz festmachen. Eva Carina holte ebenfalls einen vollen Punkt, um die Entscheidung um den dritten Platz musste allerdings die Buchholzwertung dazugeholt werden. Hier konnte sie sich gegen Anton Najjar und Paul Brandl vom SK Kelheim durchsetzen und erreichte Platz drei.
Die Altersklasse U10 mit den Betreuern Johanna und Johannes
Die jüngsten Spieler in der U08 bildeten zu neunt die kleinste Gruppe. Hier setzte sich Ben Schewalje vom TSV Kareth-Lappersdorf nach der dritten Runde bereits vom restlichen Teilnehmerfeld ab. Auch in den kommenden Runden trumpfte er voll auf und entschied alle Partien für sich, sodass er mit sieben Punkten souveräner Gruppensieger wurde. Auch die Plätze zwei und drei wurden ähnlich klar entschieden. Mit sechs Siegen und einer Niederlage gegen Ben wurde Felicitas Luber vom SC Windischeschenbach Zweite und Kilian Loska von den Schachfreunden Tegernheim behauptete mit fünf Punkten den dritten Platz.
Die Altersklasse U08 mit Betreuer JohannesDas gemeinsame Siegerfoto mit Vorstand Carl-Gustav
Die Ergebnisse und Tabellen sind hier zu finden, weitere Bilder gibt es hier.
Am 05.03.2025 fand in Tegernheim die diesjährige U16 Mannschaftsmeisterschaft statt. Mit den ausrichtenden SF Tegernheim, dem Titelverteidiger SC Bavaria Regensburg und den starken SK Kelheim fanden sich die drei dominierenden U16 Mannschaften der Oberpfalz zusammen, um den Titel mit nach Hause zu nehmen. Unter der strengen Beobachtung von Carl-Gustav Haas von den Schachfreunden und dem stellvertretenden Bezirksjugendleiter Tobias Brunner konnte das Turnier ohne Probleme durchgeführt werden.
Im Halbfinale kam es dabei zum Duell der Ausrichter Tegernheim gegen die Titelverteidiger aus Regensburg, die Kelheimer hatten als DWZ-stärkste Mannschaft im Halbfinale ein Freilos und stiegen daher erst im Finale ein. Es war hierbei ein Duell der absoluten Gegensätze – die stark aufgestellten Regensburger gegen die stark ersatzgeschwächten Tegernheimer. Und so verlief auch der Mannschaftskampf. Nach etwa 1,5h konnte der Regensburger Topspieler Yurii Vardaniian das Tegernheimer Topbrett Quirin Fischer in die Schranken weisen und den Favoriten in Front bringen. Dann ging alles Schlag auf Schlag. Erst gewann Samuel Ammann an Brett 2 gegen Kamil Swientek und kurz darauf konnte auch Samuels Bruder Christoph an Brett 4 gegen Felix Hajak den Sieg einfahren. Trotz des bereits entschiedenen Wettkampfes kämpften an Brett 3 Theodor Bürger und Andrei Paraschiv noch um den vollen Punkt. Schlussendlich konnte Theodeor diese Partie für sich entscheiden und den klaren 4-0 Erfolg eintüten.
Halbfinale : SF Tegernheim – SC Bavaria Regensburg:
SF Tegernheim
0-4
SC Bavaria Regensburg
Quirin Fischer
0-1
Yurii Vardaniian
Kamil Swientek
0-1
Samuel Ammann
Andrei Paraschiv
0-1
Theodor Bürger
Felix Hajak
0-1
Christoph Ammann
Im Finale kam es dann zum Aufeinandertreffen der oberpfälzer Schachgiganten. Beide Vereine kamen mit annähernder Bestaufstellung zu der Meisterschaft und so konnte ein spannender Wettkampf erwartet werden. Nach knapp 1,5h gingen die leichten favorisierten Kelheimer in Führung, als Valentina Neumeier auf Brett 4 Christoph Ammann überspielen konnte und so den vollen Punkt einfahren. Danach ging es für die Kelheimer aber in die falsche Richtung. Zuerst musste Benedikt Huber an Brett 1 gegen Yurii Vardanian die Partie aufgeben und kurze Zeit später war es auch auf Brett 3 vorbei, als Moritz Ramming gegen Theodor Bürger die Stellung nicht mehr halten konnte und die Segel streichen musste. Durch die Wertung des vordersten Gewinnbrettes war die Meisterschaft damit quasi schon entschieden, sodass Laura Bauer und Samuel Ammann an Brett 2 frei aufspielen konnten, mit dem besseren Ende für Samuel.
So konnte sich der SC Bavaria Regensburg erneut mit einem 3-1 Sieg gegen den SK Kelheim zum U16 Mannschaftsmeister der Oberpfalz krönen und verteidigte somit seinen Titel aus dem letzten Jahr.
Letzte Woche ereilte die SJO eine erschütternde Nachricht, ein langer Mitspieler und hilfsbereiter junger Mann verstarb am 11.03.2025. Elias war seit über 11 Jahren aktiv bei den Turnieren und verpasste gefühlt keines davon, egal ob OSJ, OJEM, Blitz oder Liga, er war immer mit dabei und sammelte einige Weggefährten und Freunde über die Zeit. Jeder verstand sich mit ihm, man konnte mit ihm reden, man fieberte bei seinen Partien mit und konnte mit ihm lachen. Gerade diese Saison blühte sein Schachtalent nochmals auf, er spielte bei der OJEM oben mit, beim Schnellschach fragten wir uns: „Elias spielt da oben mit! Respekt!“ und auch bei den OSJ-Cups war er ein sehr ernstzunehmender Gegner. Man nahm Elias immer als ruhigen, netten und hilfsbereiten Spieler war, der sowohl uns beim Auf- und Abbauen unter die Arme griff, als auch bei seinem Heimatverein, dem TSV Nittenau, als zweiter Jugendleiter fungierte. Diesem Verein blieb er auch in nicht so guten Phasen treu und half mit, wo er nur konnte. Umso trauriger macht uns der Verlust eines Spielers in so jungen Jahren, der noch so viel Potenzial hatte. Seiner Familie wünschen wir alle Kraft der Welt, um diese schwierige Phase zu überstehen und irgendwie neue Kraft zu schöpfen.
Lieber Elias, Wir sind schockiert und einfach nur mitgenommen über deinen Verlust. Wir werden uns immer an deine Partien erinnern, an die guten, wie an die schlechten und freuen uns, dass du ein großer Teil der SJO warst/bist. Danke für alles!
Am Samstag, den 15.02.2025 fand im Dormero, der Heimspielstätte des ausrichtenden SK Kelheims, die letzte zentrale Endrunde und damit das Saisonfinale der Oberpfalz- und Bezirksliga statt. Unter der Leitung von Schiedsrichter Simon Pernpeintner und Cornelius Mühlich vom ausrichtenden SK Kelheim fanden sich 15 Mannschaften dort ein, welche um die Meisterschaft sowie den Ligaverbleib kämpften
Oberpfalzliga: In den letzten Spieltag ging in der Oberpfalzliga der SK Kelheim 2 als Tabellenführer ins Rennen und hatte die Meisterschaft noch dazu selbst in der Hand. Mit einem klarer 4-0 Erfolg gegen Parsberg 1 und einem knapperen, aber niemals gefährdeten 3-1 gegen Aufsteiger Burglengenfeld, konnten sie sich schlussendlich sehr souverän mit 12-2 MP den Titel erspielen
Meister der Oberpfalzliga SK Kelheim 2
Den zweiten Platz in der diesjährigen Saison erkämpfte sich mit 13-3 MP der SK Schwandorf 1, welchem es als einziges gelungen ist den Kelheimern Punkte abzuknöpfen. Auch die Schwandorfer gingen als Tabellenzweiter in den Spieltag und konnten diesen mit 2 Siegen (3,5-0,5 gegen Burglengenfeld, 2,5-1,5 gegen Kelheim 3) souverän verteidigen
2. Platz Oberpfalzliga: SK Schwandorf 1
Das Podium in der Oberpfalzliga vollendete die Mannschaft des SC Cham 1, welche sich ebenfalls durch 2 Siege am letzten Spieltag (2,5-1,5 gegen Tegernheim 2, 4-0 gegen Parsberg) mit 8-5 MP noch an der Konkurrenz vorbeischieben konnte.
Bezirksliga: In der Bezirksliga spielgelte sich die Situation aus der Oberpfalzliga quasi mit den selben Vorzeichen, aber anderen Mannschaften wider. Der SK Kelheim 4 hatte 2 Punkte Vorsprung auf die SF Tegernheim 3 und ebenfalls alles in der eigenen Hand. Durch einen kampflosen 4-0 Sieg gegen Bavaria Regensburg 3 und einer gleichzeitigen 0,5-3,5 Niederlage der Tegernheimer gegen die SG Dietfurt/Riedenburg, konnten die Kelheimer den Titel bereits nach der 6ten Runde feiern. Da tat auch die abschließende Niederlage (1,5-2,5 gegen Schwandorf 2) nicht mehr so weh und die wurden am Ende souverän mit 12-2 MP Sieger der Bezirksliga
Meister der Bezirksliga: SK Kelheim 4
Den zweiten Platz konnte die Mannschaft der SF Tegernheim durch einen 2,5-1,5 Sieg gegen Lappersdorf 2 am Ende mit 10-4 MP noch ins Ziel retten. Das Podium vollendete hier die Mannschaft des SK Kelheim 5 mit 9-5 MP.
Schlussendlich möchte ich mich hier nochmals bei allen Ausrichtern der Zentralspieltage für ihr großes Engagement bedanken und hoffe, dass auch in der kommenden Saison wieder spannende Spiele und Titelkämpfe entstehen werden
Wie alle Jahre fand zwischen Neujahr und Heilig-Drei-König die Oberpfälzer Jugendeinzelmeisterschaft in den Altersklassen U14, U16 und U18 statt. Insgesamt 50 Spielerinnen und Spieler und 11 Betreuer waren dafür in der Jugendherberge Burg Trausnitz zu Gast. Neben sieben Langzeitpartien zur Ermittlung der Oberpfalzmeister sorgten ein Tandem- und ein Blitzturnier sowie ein Spieleabend für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.
Die Burg Trausnitz
Erster Tag: Turnierstart und Blitzturnier
Nach dem Mittagessen und dem Beziehen der Zimmer eröffnete Turnierleiter Tobias Brunner im sogenannten Rittersaal der Burg, der uns gleichzeitig als Spielsaal diente, das Turnier. In der ersten Runde blieben Überraschungen aus, die Favoriten setzten sich weitestgehend durch.
Tobias Brunner eröffnet die erste RundeDie Altersklasse U14Die Altersklasse U16Die Altersklasse U18
Am Abend fand das Blitzturnier mit 24 Teilnehmern im Modus 3 Minuten plus 2 Sekunden statt. Tobias Brunner sicherte sich den Sieg mit acht Punkten, gefolgt von Sebastian Piehler (7,5 Punkte) und Moritz Ramming (6 Punkte).
Zweiter Tag: Erste Spitzenduelle und Tandemturnier
Bereits um 8 Uhr begann die zweite Runde. Während in der U14 und U16 die Favoriten die Oberhand behielten, sorgte in der U18 die Partie zwischen Lukas Gubler und Maximilian Fleischmann für Spannung. Maximilian setzte sich hier durch. Am Nachmittag gab es auch in den anderen Altersklassen erste Spitzenduelle. In der U14 musste sich Turnierfavorit Moritz Ramming gegen Theodor Bürger geschlagen geben und auch Quirin Fischer unterlag gegen seinen Vereinskameraden Kamil Swientek. In der U16 remisierten Lorenz Fischer und Samuel Ammann, während Maximilian Fleischmann in der U18 ein weiteres Spitzenduell gegen Milo Müller gewann.
Das Tandemturnier am Abend lockte auch dieses Jahr wieder Besucher von außerhalb an. Insgesamt 22 Zweierteams traten hier mit selbstgewählten Teamnamen in neun Runden gegeneinander an. „Die Endspielästheten“ siegten am Ende deutlich mit neun Siegen. Dahinter kamen die Teams „Tobsi“ (acht Punkte) und „kreativer Name“ (sechs Punkte).
Dritter Tag: Klare Favoriten und Werwolfabend
In der vierten Runde blieben die Favoriten ihrer Linie treu. Nachmittags kam es dafür wieder zu spannenderen Ergebnissen. In der U14 führte die Partie zwischen Theodor Bürger und Arthur Sitnik zu einem Unentschieden, damit führten die Beiden die Altersklasse mit jeweils 4,5 Punkten an. Moritz Ramming verkürzte währenddessen durch einen Sieg seinen Rückstand auf die Spitze auf einen halben Punkt. In der U16 übernahm Lorenz Fischer mit einem Sieg gegen Kseniia Boronina die Führung. Hinter ihm folgten Kseniia mit vier und Samuel Ammann mit 3,5 Punkten.
In der U18 entschied Maximilian Fleischmann als Einziger seine Partie für sich. Mit einem Vorsprung von inzwischen 1,5 Punkten bei noch zwei zu spielenden Partien würde es hier für die Verfolger Milo Müller (3,5 Punkte) und Alexandru Paraschiv und Paul Schickram (beide drei Punkte) schwer werden, Maximilian den ersten Platz streitig zu machen.
Der für den Abend geplante Gesellschaftsspielabend wich indes spontan einem „Werwolf-Abend“. Zwar gab es vereinzelt Jugendliche, die sich den Abend mit Brettspielen vertrieben, mit den beiden großen Gruppen, die sich stattdessen für Werwolf entschieden, konnte man aber nicht mithalten.
Letzter Tag: Spannende Entscheidungen
Die sechste Runde brachte erste Titelentscheidungen: In der U14 gewannen sowohl Theodor Bürger als auch Moritz Ramming ihre Partien, sodass Theodor mit einem halben Punkt Vorsprung auf Moritz in die letzte Runde ging. Im Rennen um Platz drei wurde es für einen Spieler mit 4,5 Punkten und zwei Spieler mit vier Punkten noch einmal spannend.
Auch in der U16 setzten sich Lorenz Fischer (5,5 Punkte) und Kseniia Boronina (fünf Punkte) mit einem Sieg vom restlichen Teilnehmerfeld ab. Alleiniger Platz drei war Marcus Reimann mit vier Punkten, aber auch hier war mit zwei weiteren Spielern mit 3,5 Punkten noch nichts klar.
In der U18 sicherte sich Maximilian Fleischmann mit einem weiteren Sieg bereits den ersten Platz. Milo Müller und Alexandru Paraschiv erzielten ebenfalls einen vollen Punkt und kamen mit 4,5 Punkten auf Platz zwei beziehungsweise vier Punkten auf Platz drei.
Nach dem Mittagessen wurde es besonders in der U14 spannend: Theodor Bürger remisierte seine Partie, während Moritz Ramming seine eigene für sich entscheiden konnte. Bei jeweils sechs Punkten konnte Theodor die bessere Buchholzwertung vorweisen und wurde Oberpfalzmeister der U14. Moritz sicherte sich den Vizetitel, Platz drei musste ebenfalls die Buchholz entscheiden. Fünf Spieler erreichten hier 4,5 Punkte, Dritter wurde am Ende Arthur Sitnik mit einem halben Punkt Vorsprung.
Bei den Mädchen wurde es im Rennen um den ersten Platz ebenfalls knapp, die Zweitwertung entschied erneut, an wen der Titel gehen sollte. Hier wurde schließlich Ramona Schwarzfischer Oberpfalzmeisterin der U14, Elisabeth Gubler Zweite. Der dritte Platz ging an Antonia Luible, die mit 3,5 Punkten einen halben Punkt hinter den beiden lag.
Eindeutige Ergebnisse gab es stattdessen in der U16. Lorenz Fischer, Kseniia Boronina und Marcus Reimann fuhren erneut einen Sieg ein. Klarer Sieger und damit Oberpfalzmeister mit 6,5 Punkten wurde Lorenz, während Kseniia mit sechs Punkten den Mädchentitel gewann. Marcus Reimann wurde zweiter Junge mit fünf Punkten und Samuel Ammann erzielte Platz drei mit 4,5 Punkten.
Währenddessen fuhr Maximilian Fleischmann in der U18 auch in der siebten Runde einen Sieg ein und gewann mit souveränen sieben Siegen den Oberpfalztitel. Auch Milo Müller und Alexandru Paraschiv siegten und belegten Platz zwei und drei mit 5,5 beziehungsweise fünf Punkten. Oberpfalzmeisterin wurde Violeta Loos mit einem halben Punkt Vorsprung auf die Zweitplatzierte Anja Eichinger.
Alle Teilnehmer vorm Eingang zur BurgSiegerfoto mit den beiden Vorständen Carl-Gustav Haas und Tobias Brunner
Links zu Ergebnissen der Altersklassen im Detail, des Blitz- und Tandemturniers sowie weitere Fotos findet man auf der Turnierseite.
Siemens-Gymnasium Regensburg beste Schule – Daniel Ertl vom Reger-Gymnasium Amberg Schachlehrer 2024 Regensburg. Mannschaften aller Schularten kämpften in der Regensburger RT-Halle um den Titel des Oberpfalzmeisters in sechs Wertungsklassen. Die Ausrichter vom Albrecht-Altdorfer-Gymnasium Regensburg konnten insgesamt 97 Teams – also etwas mehr als 400 Teilnehmer – zum größten Schachturnier der Oberpfalz begrüßen. Bei den Grundschulen war der Seriensieger der letzten Jahre der Grundschule Tegernheim erwartungsgemäß wieder einmal nicht zu stoppen. Sie gewannen mit 12 zu 0 Mannschaftspunkten und gaben dabei nur zwei Brettpunkte ab. Immerhin konnten sich die Grundschulen Königswiesen und Neumarkt den zweiten und dritten Platz erspielen – nicht selbstverständlich wenn man weiß, dass Tegernheim in den letzten Jahren oft mehrere Podiumsplätze belegte. Die größte Wertungsklasse und damit auch die härteste Konkurrenz mit 29 Mannschaften war die U13. Sie wurde souverän mit 12 zu 0 Mannschaftspunkten vom Siemens-Gymnasium Regensburg gewonnen. Wie dominant sie waren, zeigt sich an den Brettpunkten. Von 24 Einzelpartien holten sie 23 Punkte und verwiesen das Albertus-Magnus-Gymnasium Regensburg und das Gymnasium Lappersdorf auf die Plätze. Ähnlich das Bild in der U15: Das Siemens-Gymnasium schnappte mit allen Mannschaftspunkten und der Traumbilanz von 22 aus 24 Brettpunkten gefahrlos den Sieg vor dem Gluck-Gymnasium Neumarkt und der Realschule Neutraubling. Die U18-Meisterschaft war ein enges Turnier mit dem glücklicheren Ende für das Gauß-Gymnasium Schwandorf, die trotz einer Niederlage gegen die Zweitplatzierten vom Gluck-Gymnasium Neumarkt am Ende einen Mannschaftspunkt mehr auf dem Konto hatten. Den dritten Platz sicherte sich das Altdorfer-Gymnasium Regensburg. Die offene Alterklasse wiederum sah einen perfekten Sieg der FOSBOS Regensburg. Alle Einzelpartien wurden gewonnen, alle Matches 4:0 gewonnen. Den zweiten Platz erspielte sich das Altdorfer Gymnasium Regensburg vor der zweiten Mannschaft der FOSBOS Regensburg. Bei den Mädchen-Teams konnte das Goethe-Gymnasium alle seine Matches gewinnen. Lange Zeit konnten die Spielerinnen des Siemens-Gymnasium mithalten, mussten sich nach einer Niederlage im direkten Duell aber mit Platz zwei begnügen vor dem Gymnasium St.Marien Regensburg. Jedes Jahr wird auch der Titel der erfolgreichsten Schule vergeben. Dazu werden die Platzierungen der besten drei Mannschaften einer Schule herangezogen. Mit dem Sieg in zwei Wertungsklassen und einem zweiten Platz war es am Ende eine Titelverteidigung, die deutlicher hätte kaum sein können. Die Ehre des Schachlehrers der Oberpfalz 2024 nahm Daniel Ertl vom Reger-Gymnasium Amberg in Empfang für seine jahrelange Arbeit in Schule und Verein. Das Team der Schachjugend Oberpfalz um seine Vorsitzenden Carl-Gustav-Haas und Tobias Brunner übergab ihm zum Dank die traditionelle übergroße Holzfigur.
Foto: Paar; Beste Schule und damit Gewinner des Wanderpokals wurde auch dieses Jahr das Siemens-Gymnasium Regensburg